Körper und Seele

Programm Altersbilder: Welches Bild vom Alter?

 „Ich wollte mich mit meinen 50 Jahren gerade alt fühlen, als der 70jährige Nachbar leichtfüßig an mir vorbei joggte“ las ich neulich auf Twitter. Die Alten sind nicht mehr das, was sie mal waren. Was wir erleben: Eine ganz andere Alten-Generation als noch vor Jahrzehnten. Zu einer Zeit, in der die Senioren noch nicht so sportlich waren wie heute. Welches Altersbild haben wir eigentlich heute? Eine Frage, die auch ein ministerielles Programm beschäftigt: Programm Altersbilder.

 Das Programm ist nicht ganz neu: Mit dem Programm 'Altersbilder' wollte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Plattform schaffen, um das Thema in die breite öffentliche Diskussion zu bringen. Zuerst stolperte ich bei Facebook über diese Plattform, klickte als einer von 308 weiteren Menschen auf „Gefällt mir“, stieß dann auf die Aktionsseite im Netz.

 „Wir sind schon der Meinung, dass wir das Thema mit diesem Programm ganz gut platziert haben“, erklärt mir dazu Annette Pauly als zuständige Mitarbeiterin im Ministerium. Dies seit etwa auch daran ersichtlich, dass sich immer mehr Medien dem Thema annehmen würden. Ihre Beobachtung auch: Es gebe derzeit mehrere Kinofilme, die das Thema „Ältere Menschen“ in den Fokus stellen. Dennoch, so berichtet Annette Pauly, sei das Thema noch lange nicht dort angekommen, wo es hingehöre: Etwa in die Schulen.

Wie falsch das Thema „Alter“ in der Öffentlichkeit oft noch angefasst werde, sei bei lokalen Veranstaltungen sehr deutlich geworden, als man insbesondere Werbemotive von überzeichneten Bildern vom Alter vorgestellt habe. „Dann hat es bei vielen Klick gemacht“, erinnert sie sich. Erfolgreich im Rahmen des Programms war nach Meinung der Initiatoren der Fotowettbewerb, der immerhin 1700 Einsendungen nach sich ziehen konnte, aus denen dann die Preisträger ermittelt wurden.

Das Programm auf Twitter und Facebook

Angesprochen werden sollte im Rahmen der Aktion „Programm Altersbilder“ auch ein jüngeres Klientel. Grund genug, einen Twitter-Account zu eröffnen und eine Facebook-Seite einzurichten. Während letztere zahlenmäßig eher vor sich herdümpelt, weist der Twitter-Account immerhin mehr als 1300 Follower auf, leider ohne jeglichen Dialog. Eine Bewertung dazu vermag Annette Pauly nicht abgeben; sie selbst ist auf beiden Plattformen nicht aktiv. Was überhaupt aus diesem Programm werden soll, weiß sie auch nicht genau. Geplant sei es bis Ende 2014. „Aber es lässt sich auch länger fortsetzen“, ist sie überzeugt.

Welches Altersbild haben Sie? Und wo gibt es Kritik an Altersbildern etwa in der Werbung? Gibt es dazu Beispiele, die Sie beisteuern möchten? Wir freuen uns auf Ihren Beitrag.