Movember: Und Waldemar Hartmann wieder mit Schnurrbart
Körper und Seele

Movember: Und Waldemar Hartmann wieder mit Schnurrbart

Der elfte Monat im Jahr heißt wieder Movember. Im Rahmen der aus Australien stammenden Bewegung lassen sich Männer einen Monat lang einen Schnurrbart stehen, um Geld für die Aufklärung und Erforschung der Krankheit Prostatakrebs zu sammeln. Zwei Millionen Movember-Anhänger in mehr als 20 Ländern haben seit 2004 über 215 Millionen Euro Spenden zusammengebracht. Auch in Deutschland hat das Thema große Relevanz: Prostatakrebs ist hier die häufigste Krebserkrankung bei Männern; durchschnittlich wird sie jede Stunde bei sieben Männern diagnostiziert.

In Deutschland hat die Kampagne prominente Unterstützer. So lässt sicher der Kultmoderator und Bestsellerautor („Dritte Halbzeit – Eine Bilanz“) Waldemar Hartmann zum ersten Mal seit 1999 wieder seinen Schnurrbart wachsen – für Movember: „Ich kenne das Projekt schon von den vielen Sportlern, die weltweit mitmachen und habe 30 Jahre Schnurrbarterfahrung. Männergesundheit ist ein wichtiges und ernstes Thema und wird durch Movember auf spielerische Art in Szene gesetzt.“

Auch die Schalke 04 – und Fußballnationalspieler Roman Neustädter und Benedikt Höwedes lassen sich für Movember einen Schnurrbart stehen – Neustädter war bereits letztes Jahr dabei – ebenso wie die Spieler und Betreuer des Regionalligisten Fortuna Köln und der Premier League Spieler Robert Huth (Stoke City FC). Zum ersten Mal dabei ist Moritz Volz vom TSV 1860 München.

Wie funktioniert Movember?

Durch Movember (Wortspiel aus dem englischen Begriff für Schnurrbart „Moustache“ und „November“) wird der Schnurrbart zum klaren Statement gegen Prostatakrebs. Die Idee überzeugt und macht Spaß: Männliche („Mo Bros“) sowie weibliche („Mo Sistas“) Teilnehmer melden sich mit ihrem Profil auf movember an und machen Freunde und Bekannte auf die Kampagne aufmerksam. Die Teilnehmer bilden Teams und messen sich mit Anderen um die besten Bärte und größten Spendensummen. Jeder Mo Bro rasiert sich vor dem 1. November, lässt ab dann den Schnurrbart wachsen und dokumentiert seine Teilnahme auf seinem Movember-Profil. Angesprochen auf seine neue Gesichtsbehaarung regt der Mo Bro Gespräche über Risiko und Behandlung von Prostatakrebs an und verweist auf Movember. So wird die Aufmerksamkeit auf eine selten besprochene Erkrankung gelenkt, die durch gesteigerte Aufklärung vermehrt behandelt oder sogar verhindert werden kann.

Doch auch ohne Bart ist die Teilnahme für jeden möglich: Auf www.movember.com können Spenden an den oder die persönlichen Favoriten eingereicht werden. Mit den gesammelten Geldern unterstützt Movember in Deutschland den Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS), die europaweit größte und weltweit die zweitgrößte Organisation von und für Prostatakrebspatienten.

In Deutschland wird durchschnittlich pro Stunde bei sieben Männern Prostatakrebs diagnostiziert (ca. 60.000 Mal pro Jahr); pro Tag sterben 30 Männer an der Erkrankung. Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei deutschen Männern und für 11.000 Männer pro Jahr die Todesursache.

Über Movember

Movember wurde 2003 in Australien von 30 Freunden gestartet, die darum wetteten, wer in nur einem Monat den beachtlichsten Schnurrbart wachsen lassen kann. Aus der Idee wuchs schnell eine große Community, die seit 2004 offiziell für einen guten Zweck eintritt: Movember möchte durch die Kraft des kollektiven Schnurrbarts die Aufmerksamkeit Aller auf das Thema Prostatakrebs lenken und damit Erkrankungen und Todesfälle reduzieren.

Seit Gründung als Wohltätigkeitsorganisation 2004 gab es in 21 Ländern offizielle Movember-Kampagnen, die mit 2 Millionen Teilnehmern über 215 Millionen Euro für den guten Zweck gesammelt haben. 

Movembers Global Action Plan

Die Movember Stiftung unterstützt den Global Action Plan (GAP), eine Initiative zu kollaborativer Forschung auf internationaler Ebene. Der GAP bietet Forschern weltweit die Möglichkeit, gemeinsam an spezifischen Forschungsprojekten zu arbeiten und so schneller zu Ergebnissen zu kommen. Auf lokaler Ebene bedeutet dies, dass die gesammelten Gelder an GAP Forscher in Deutschland ausgeschüttet werden. Es besteht außerdem eine enge Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS).