Blogschau: Vom Tagebuch zur Unterhaltung
Körper und Seele

Vom Tagebuch zur Unterhaltung

Sie sind wohl das Salz in der Internet-Suppe: Die Blogs. Private Seiten von Menschen, die über sich und ihr Thema schreiben. Die auch gern mal dort diskutieren, und sich mit anderen austauschen und vernetzen. In unregelmäßigen Abständen möchten wir mit der „Blogschau“ gern einige dieser interessanten und persönlichen Blogs vorstellen.

Heute stellt sich der @kinderdok vor; er hat unseren Fragebogen beantwortet. Herzlichen Dank dafür!

Hallo, stellst du dich kurz vor? (Ihr könnt‘ auch gern anonym bleiben, kein Problem)

Servus und hallo, ich bin kinderdok, ein Kinder- und Jugendarzt in eigener Praxis nach zehn Jahren nervigem und stressigem Klinikalltag. Ich lebe irgendwo südlich der Elbauen, zusammen mit meiner Familie und der Katze.

Wo finden wir dein Blog? Und wo finden wir dich im Internet noch?

Das aktuelle Blog läuft unter http://kinderdoc.wordpress.com und nennt sich "kids and me 2.0", die erste Variante gab es unter http://kinderdok.myblog.de/, wird aber nicht mehr betrieben.

Wer mich noch sucht, findet mich bei twitter unter @kinderdok, bei Instagram ebenfalls unter kinderdok und bei Vine auch. 

Ab Mai findet man mich auch über den lokalen oder vernetzten Buchhandel ;-))

Wann und warum hast du mit dem Bloggen begonnen?

2006 - wie soviele: Um mich mitzuteilen, um Tagebuch zu führen, um den täglichen Frust medial umzuleiten, später immer mehr zu informieren, mit klassischen Vorurteilen rund um Ärzte und auch die Betreuung und Versorgung von Kindern aufzuräumen. Schließlich, um meine Leser zu unterhalten.

Was war schwierig beim Beginn?

Leser zu finden. Das war am Anfang zwar auch unwichtig, weil ja Tagebuch, aber irgendwann suchte ich dann schon den Kontakt - und den bekommt man, wenn man mehr auch auf anderen Blogs liest und kommentiert.

Gibt es besondere Geschichten seither?

too many to mention

Was bedeutet dir das Bloggen heute?

Aktuell ist es eine Mischung aus der Faszination, viele Menschen mit einem Blogeintrag zu erreichen, nette freundliche Menschen kennenzulernen (auch wenn ich und diese anonym agieren). Und auch in aller Bescheidenheit publizistisch-journalistisch tätig zu sehen. Immerhin erreicht das Blog im Moment 100.000 Klicks/Monat.

Was nervt?

Trolle, und wenn sich meine Leser in den Kommentaren selbst zerfleischen. Ich wünschte mir manchmal mehr Netiquette. Und, wenn regelmäßig jemand mit der Ärztekammer droht, weil ich anonym blogge.

Was wünscht du dir für das Internet?

Mehr freiwillige Selbstkontrolle, d.h. auch mehr Zivilcourage, vor allem Nazi-Seiten anzugehen. In meinem Fach wünschte ich mir mehr Sachlichkeit und Wissenschaftlichkeit, wenn es um die Behandlung von Kindern geht, da sollte man nicht rumpfuschen. Es ist ein Graus, wer alles esoterisches Geschwurbsel schreiben kann und geglaubt wird.

Und sonst? (Platz für Grüße und Küsse….)

Ich grüsse alle, die den kinderdok so mögen, wie er ist. Danke. Die Küsse verteile ich live zu Hause an meine Familie.