Blogschau: Angi - Das Blog als Ventil
Körper und Seele

Angi - Das Blog als Ventil

Sie sind wohl das Salz in der Internet-Suppe: Die Blogs. Private Seiten von Menschen, die über sich und ihr Thema schreiben. Die auch gern mal dort diskutieren, und sich mit anderen austauschen und vernetzen. In unregelmäßigen Abständen möchten wir mit der „Blogschau“ gern einige dieser interessanten und persönlichen Blogs vorstellen.

Heute stellt sich Angi vor; sie hat unseren Fragebogen beantwortet. Herzlichen Dank dafür!

Hallo, stellst du dich kurz vor? (Ihr könnt‘ auch gern anonym bleiben, kein Problem)

Ich bin Angi, 29, aus Hannover. Mein Mann und ich basteln seit etwa sieben Jahren an einem Baby und gehen im August 2013 den Weg einer Künstlichen Befruchtung zum zweiten Mal.

Wo finden wir dein Blog? Und wo finden wir dich im Internet noch?

Meinen Blog findet man hier unter  unserkinderwunsch - und hier meinen YouTube-Kanal.

Wann und warum hast du mit dem Bloggen begonnen?

Meinen ersten Beitrag habe ich am 26.01.2013 verfasst. Der unerfüllte Kinderwunsch und die Aussicht eine Künstliche Befruchtung machen zu müssen hat bei mir einen unwahrscheinlichen Druck ausgelöst, den ich weder mit Freunden, Familie oder meinem Mann besprechen konnte. Ich war lange Zeit sehr traurig und habe nur beim Anblick schwangerer Frauen angefangen zu weinen. Das Blog war und ist für mich wie ein Ventil, um meine Ängste und Gedanken niederzuschreiben und los zu lassen. Mir geht es seit ich angefangen habe zu schreiben viel besser. Durch das Blog habe ich „Freundinnen“ und Gleichgesinnte gefunden, bin nicht mehr alleine, das hilft.

Was war schwierig beim Beginn?

So private Dinge einfach ins Internet zu „werfen“ war erst eine Überwindung.

Gibt es besondere Geschichten seither?

Besondere Geschichten nicht. Ich habe viele Frauen kennen gelernt, die das gleiche „Schicksal“ haben. Und habe mich durch das Blog getraut, öffentlich zu werden mit einem YouTube Kanal. Ich bin mutiger geworden und gehe mit dem Thema "Unerfüllter Kinderwunsch" noch offener um.

Was bedeutet dir das Bloggen heute?

Bloggen bedeutet mir sehr viel. Ich verarbeite durch das schreiben. Ich glaube ohne das Blog hätte ich das negative Ergebnis unserer ersten Icsi nicht verkraftet. Das Schreiben und meine Blogmädels haben mir geholfen.

Was nervt?

Zur Zeit gar nichts. Ich habe noch nie schlechte oder gemeine Kommentare bekommen.

Was wünscht du dir für das Internet?

Nicht nur für das Internet: Ich wünsche mir, dass dem Thema Künstliche Befruchtung mehr Beachtung geschenkt wird.

Und sonst? (Platz für Grüße und Küsse….)

Ich grüße meine Blogschwestern, ohne die ich manchmal nicht weiter gewusst hätte, die immer an meiner Seite sind und mich auffangen oder aufbauen. Und natürlich meinen Mann, der manchmal etwas genervt ist, weil ich das Handy in der Hand habe um zu Bloggen