Blogschau: Jean über Morbus Hodgkin rezidiv
Körper und Seele

Jean über Morbus Hodgkin rezidiv

Sie sind wohl das Salz in der Internet-Suppe: Die Blogs. Private Seiten von Menschen, die über sich und ihr Thema schreiben. Die auch gern mal dort diskutieren, und sich mit anderen austauschen und vernetzen. In unregelmäßigen Abständen möchten wir mit der „Blogschau“ gern einige dieser interessanten und persönlichen Blogs vorstellen.

Heute stellt sich Jean vor; er hat unseren Fragebogen beantwortet. Herzlichen Dank dafür!

Hallo, stellst du dich kurz vor? (Ihr könnt‘ auch gern anonym bleiben, kein Problem)

Hallo, ich heiße Jean, bin 53 Jahre alt, und würde in der SW-Entwicklung arbeiten, wenn ich nicht seit anderthalb Jahren wegen Morbus Hodgkin krankgeschrieben wäre. Zwischendurch hat man mir zwar die komplette Gesundung bescheinigt, aber als nach der Reha die erste Nachuntersuchung anstand, war die Krankheit schon wieder da.

Wo finden wir dein Blog? Und wo finden wir dich im Internet noch?

isv20.wordpress.com

forum.hodgkin-info.de

weder Facebook noch Twitter

Wann und warum hast du mit dem Bloggen begonnen?

Vor Beginn meiner diesjährigen stationären Therapie ist mir die Idee gekommen, meinen Freundes- und Bekanntenkreis per Blog über meinen aktuellen Zustand zu informieren, statt immer mehrere Mails mit ähnlichem Inhalt an verschiedene Verteilerkreise zu schicken. Mittlerweile habe ich gesehen, dass das Blog auch von anderen Interessierten gefunden wird, denen ich dann hoffentlich ein bißchen Mut  machen kann, wenn ihnen die gleiche Therapie bevorsteht.

Was war schwierig beim Beginn?

Da es mein erstes Blog ist, musste ich mich erst mal an die Oberfläche gewöhnen, und die verändert sich je nach Aufruf stark (im Browser oder als App z.B.). Prinzipiell ist es aber technisch für jeden machbar.

Gibt es besondere Geschichten seither?

Die sind im Blog zu lesen ;-)

Was bedeutet dir das Bloggen heute?

Da ich hier auf der Isolierstation bin und das Zimmer für die nächsten 3-4 Wochen nicht verlassen darf, ist das Bloggen mein Fenster zur Welt da draußen. Ich bin sehr überrascht über den regen Zuspruch und über gelegentliche Zugriffe aus fernen Ländern. Für mich persönlich ist es natürlich auch eine Beschäftigungstherapie.

Was nervt?

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Was wünscht du dir für das Internet?

Dass es weiterhin so ein offenes Medium bleibt, wo man weltweit Kontakte knüpfen kann und Informationen finden kann, ohne dass sie von zuviel Werbung verschüttet sind.

Und sonst? (Platz für Grüße und Küsse….)

Ganz liebe Grüße an alle, die mich kennen oder demnächst zu meinen neuen Lesern gehören!