kleine graue wolke: Schneiden und Schreiben
Körper und Seele

Kleine graue Wolke: Schneiden und Schreiben

Sabine Volgmann schneidet. Was früher noch mit dem Messer geschah, funktioniert heute digital. Sabine schneidet an ihrem Film „kleine graue wolke“, für den die Dreharbeiten jetzt abgeschlossen sind. Wenn alles klappt, soll es im Oktober noch ein sogenanntes „Screening“ geben. Dann dürfen ausgewählte Gäste und Besucher so etwas wie eine erste Rohfassung sehen. Und werden um ihre Meinung gebeten.

„Ich habe Glück, dass ich das zu Hause machen kann“, erzählt mir Sabine am Telefon. Gemeinsam mit ihrem Freund, selbst Cutter, nutzt man den Schnittplatz in den eigenen vier Wänden. Mit ihm und ihrem Dramaturg bespricht sie regelmäßig die Szenen, die sie gerade schneiden will. „Ich verliere manchmal den Blick dafür…“, sagt sie, Regisseurin und Protagonistin zugleich. Die Absprache geschieht auch mit dem Professor, denn für Sabine ist der Film gleichzeitig die Bachelor-Arbeit.

Der weitere Zeitplan steht. Der fertige Film soll dann im nächsten Jahr auf einigen Film-Festivals vorgestellt werden. „Dafür machen wir gerade einen Plan.“ Das kleine Manko: Kinozuschauer sehen den Film dann erst Ende nächsten Jahres. „Das tut mir auch jetzt schon ein wenig leid“, weiß sie um ihre vielen Unterstützer und Freunde, die schon auf den Film warten.

Sabine Volgmann schreibt. „Da sind so viele Notizen, die ich mir während der Dreharbeiten gemacht habe“, erzählt sie. Und der Plan, genau aus diesen Notizen zum Film auch noch ein Buch zu machen, ist für sie noch nicht vom Tisch. Auf dem Terminplan steht noch ein Vortrag vor Ärzten, und ein Termin mit Journalisten. Schwerpunkt dieser Veranstaltung ist dann die Film-Finanzierung.

„Und dann ist da ja auch noch…..“, macht sie es am Telefon spannend, „…das neue Projekt!“ Eine Idee für das nächste Jahr. Und dann erzählt sie es mir nicht. Weil es noch nicht ganz abgesprochen ist. Ok, also warten; freue mich aber schon sehr darauf.