Dragees in einem Holzlöffel
Körper und Seele

Wir haben mögliche Wechselwirkungen bei Arzneimitteln stets im Blick!

Wer kennt es nicht: Ausnahmsweise muss man zu seiner üblichen Medikation weitere Tabletten einnehmen. Dabei beschleicht einen dann das komische Gefühl: Beeinflussen sich vielleicht die Tabletten gegenseitig? Sogenannte Wechselwirkungen zwischen Präparaten sind gar nicht so selten. Aber nicht nur zwischen Medikamenten können solche Effekte eintreten, auch Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel können positive wie negative Auswirkungen auf die Wirksamkeit von Medikamenten haben.

Deswegen bietet Ihnen DocMorris einen besonderen Service: Wir prüfen jede Bestellung auf Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Arzneimitteln. Dabei beurteilen die DocMorris Apotheker die Relevanz der Wechselwirkungen und geben sie aufbereitet an die Kunden weiter. In komplexen Fällen greifen wir auch zum Hörer und rufen den Arzt bzw. den Kunden direkt an. Außerdem werden Hinweise sowohl zu potentiellen Wechselwirkungen zwischen Nahrungsmitteln/Nahrungsergänzungsmitteln und Arzneimitteln als auch wichtige Hinweise zur Anwendung von Arzneimitteln gegeben.

Wie kommen Wechselwirkungen zu Stande?

Verschiedene Arzneimittel und Nahrungs- bzw. Nahrungsergänzungsmittel benutzen im Organismus bei der Aufnahme in den Körper, der Verstoffwechselung und der Ausscheidung gleiche Transport- und Stoffwechselwege. Außerdem greifen sie unter Umständen an einem Wirkort gleichgerichtet oder entgegengesetzt an.

Bei gleichzeitiger Einnahme von verschiedenen Arzneimitteln oder Arzneimitteln mit Nahrungs- bzw. Nahrungsergänzungsmitteln besteht daher immer das potentielle Risiko einer wechselseitigen Beeinflussung. Eine Interaktion kann auch auf einer gleichzeitigen Anwendung von Arzneimitteln und Genussmitteln (wie zum Beispiel Nikotin, Kaffee oder Alkohol) basieren.

Was bedeutet Wechselwirkung konkret?

Beeinflussen sich beide Arzneimittel, kann sich die Wirkung aufheben oder zumindest teilweise vermindern. Es kann aber auch das genaue Gegenteil eintreten, also eine verstärkte Wirkung eines oder beider Arzneimittel.
Ob und wie stark eine Wechselwirkung ist, hängt von zahlreichen Einflussfaktoren ab. Hierzu zählen die Eigenschaften des Arzneimittels, die Medikationsdauer sowie die Ernährungsgewohnheiten. Außerdem hat der Einzelne selbst Einfluss auf die Wirksamkeit von Arzneimitteln.

Was tun bei unerwünschten Wechselwirkungen?

Je nach Schwere der Wechselwirkung kann es schon reichen, wenn man das eine Medikamente zeitversetzt zu dem anderen bzw. zu dem Nahrungsmittel/Nahrungsergänzungsmittel einnimmt. Gegebenenfalls kann es aber auch von Nöten sein, ganz darauf zu verzichten oder auf ein anderes Präparat bzw. Nahrungsergänzungsmittel umzusteigen.
In diesem Fall kann es dann notwendig sein, ein Nahrungs- bzw. Nahrungsergänzungsmittel zusätzlich zuzuführen, damit im Körper keine Mangelerscheinungen auftreten..

Hier einige Beispiele für Wechselwirkungen zwischen Arzneimittel und Nahrungs- bzw. Nahrungsergänzungsmittel sowie Tipps zur Vermeidung von unerwünschten Effekten:

  • Milchprodukte, mehrwertige Kationen (z.B. Kalzium, Magnesium) und bestimmte Osteoporosemittel (z.B. Alendronsäure)
    Resorptionsverminderung durch Komplexbildung, dadurch gelangt nicht ausreichend Osteoporosemittel zum Wirkort und es kommt zu einer verminderten Wirkung.
    TIPP: Zeitversetzte Einnahme (mehrere Stunden)
  • Grapefruitsaft und bestimmte Lipidsenker (z.B. Simvastatin)
    Hemmung der Verstoffwechslung. Dadurch erhöhte Blutspiegel des Lipidsenkers und verstärkte Wirkung und Nebenwirkung.
    TIPP: Einnahme Grapefruitsaft meiden
  • fettlösliche Vitamine und Orlistat (z.B. in Alli)
    Resorptionsverminderung durch verstärkte Fettausscheidung. Fettlösliche Vitamine werden evtl. nicht ausreichend in den Körper aufgenommen. Dadurch entsteht ein Mangel an fettlöslichen Vitaminen.
    TIPP: Fettlösliche Vitamine zuführen , zeitversetzt

Hier einige Beispiele für Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln sowie Tipps zur Vermeidung von unerwünschten Effekten:

  • Blutdrucksenker und Schmerzmittel wie Ibuprofen, Naproxen, Diclofenac
    Verminderte Blutdrucksenkung vor allem bei längerer Einnahme von Schmerzmitteln möglich
    TIPP: Blutdruck regelmäßig kontrollieren
  • Blutdrucksenker und abschwellende Nasensprays
    Verminderte Blutdrucksenkung bei häufiger Anwendung möglich
    TIPP: Blutdruck regelmäßig kontrollieren
  • Cortisonhaltige Präparate und bestimmte Blutdrucksenker (ACE-Hemmer wie Ramipril)
    Blutbildveränderungen möglich
    TIPP: Regelmäßige Blutbildkontrollen

Noch ein allgemeiner und wichtiger Hinweis zum Schluss

Bitte informieren Sie jeden Arzt darüber, welche anderen Arzneimittel oder auch Nahrungsergänzungsmittel Sie einnehmen oder anwenden. Teilen Sie auch die Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel mit, die Sie vor kurzem eingenommen oder angewendet haben.

Haben Sie noch Fragen? Dann wenden Sie sich gerne per E-Mail oder telefonisch an unsere Pharmazeuten.