Kinderhand mit Pflaster um den Zeigefinger
Körper und Seele

Kleine Kinder, große Sorgen

An diesem abgewandelten Sprichwort ist was dran. Denn kleine Unfälle können schon im Babyalter passieren. Für den Fall der Fälle haben wir fünf Erste-Hilfe-Tipps zusammengestellt. Grundsätzlich gilt: Gehen Sie immer gleich zum Kinderarzt, wenn Sie unsicher sind.

Verschlucken

Ihr Baby hat etwas verschluckt und bekommt schlecht Luft. Halten Sie den Oberkörper des Kindes tief und klopfen Sie mehrfach kräftig mit der flachen Hand zwischen die Schulterblätter, um den Fremdkörper loszurütteln. Falls das nichts bringt, sollte der Brustkorb maximal fünfmal von hinten am unteren Brustbein zusammengepresst werden (bei Kindern bis einem Jahr).

Sturz

Ihr Kind ist beispielsweise vom Wickeltisch gefallen. Wenn es nach dem Sturz kräftig schreit, ist meistens nichts Schlimmes passiert. Wimmert es hingegen oder schreit in einer hohen Tonlage, hat es möglicherweise Schmerzen oder Verletzungen. Kontrollieren Sie zuerst, ob der Bewusstseinszustand Ihres Kindes getrübt ist. Reagiert es normal oder ist es benommen? Bewegt es sich normal und benutzt es die Arme und Beine auf beiden Seiten? Bei Beulen am Kopf oder roten Stellen auf dem Körper, schwallartigem Erbrechen, Verhaltensauffälligkeiten oder ungleich großen Pupillen sollten Sie sofort eine Kinderklinik aufsuchen. Ist dies unmittelbar nach dem Unfall nicht der Fall, sollten Sie Ihr Kind in den kommenden Stunden genau beobachten – falls sich doch noch Symptome einer Verletzung zeigen.  

Vergiftungen

Ihr Baby hat etwas Giftiges verschluckt. Rufen Sie sofort den Notarzt an! Versuchen Sie Ihr Kind zu beruhigen. Entfernen Sie eventuell vorhandene Reste aus dem Mund und heben Sie sie auf. Wenn Sie wissen, was das Kind verschluckt hat, nehmen Sie die Packung und die Reste mit zum Arzt. Geben Sie Ihrem Kind auf keinen Fall Milch zu trinken! Das bewirkt, dass das Gift schneller ins Blut gelangt.  

Verbrennungen/Verbrühungen

Bei Verbrennungen oder Verbrühungen müssen Sie die betroffene Hautpartie sofort kühlen. Halten Sie die betroffene Stelle am besten etwa zehn Minuten lang unter kaltes, fließendes Wasser. Achtung: Das Wasser sollte nicht kälter als 15 Grad kalt sein. Der Grund: Sehr kaltes Wasser oder Eis lindern zwar zunächst die Schmerzen, führen jedoch anschließend zu einer höheren Durchblutung – die Schmerzen werden stärker. Darüber hinaus kann es zu Kälteschäden kommen.

Insektenstiche

Ihr Baby wurde von einer Biene oder Wespe gestochen. Falls der Stachel noch steckt, müssen Sie ihn vorsichtig mit einer Pinzette entfernen. Anschließend kühlen Sie die betroffene Stelle mit feucht-kalten Umschlägen. Auch Hausmittel wie Zitronensaft, Gurkenscheiben oder Zwiebeln lindern Schmerzen und Schwellungen. Zusätzlich lindern kühlende Salben den Juckreiz.