Zeigt her Eure Zunge
Gesundheit

Wenn Essen schmerzhaft ist...

Sie können einem den leckersten Wein oder die beste Currywurst verleiden, obwohl sie meist gar nicht groß sind. Woher sie kommen weiß man häufig nicht so genau, es sei denn man hat sich beim hastigen Kauen mal wieder "auf die Backe" gebissen. Die Rede ist von Aphthen. Was ist das eigentlich, wie gefährlich sind sie und was kann man dagegen tun? Im DocMorris-Blog beantworten wir die wichtigsten Fragen. Aphthen sind eine entzündliche Erkrankung der Mundschleimhaut, die meistens immer wieder kehrt. Aber keine Sorge: Sie können damit niemanden anstecken! Sie quälen uns, sind unangenehm und schmerzen. Aber viel ausrichten können wir nicht gegen sie. Das liegt wohl auch daran, dass wir gar nicht wissen warum sie entstehen. Ist es ein Virusinfekt, eine Lebensmittelunverträglichkeit oder ist der Bestandteile Natriumlaurylsulfat in Zahnpasten der Grund? Vielleicht ist es eine Allergie, ein Vitamin- oder Mineralstoffmangel oder entstehen sie wenn wir im Stress sind, bei einem geschwächten Immunsystem oder durch mechanische Verletzungen z. B. weil man sich versehentlich in die Mundschleimhaut gebissen hat oder nach einem Zahnarztbesuch? Veränderungen des Hormonhaushalts oder genetische Faktoren können der Grund sein. Ebenso die Einnahme von Medikamenten oder bestimmte Erkrankungen. Denkbar ist, wenn mehrere Faktoren gleichzeitig auftreten, dass es dann zur Entstehung von Aphthen kommt.

Sind sie nur unangenehm und lästig oder können sie auch gefährlich sein?

Die typischerweise an den Lippen, der Innenseite der Wangen, dem Mundboden oder der Zunge auftretenden Geschwüre grenzen sich scharf von der gesunden Mundschleimhaut ab und erscheinen weißlich bis gelblich, meist umgeben von einem roten entzündlichen Hof. In der Regel kommen sie einzeln vor, sind nur wenige Millimeter groß und heilen innerhalb von 1-2 Wochen ohne Narbenbildung ab. Wenn es sich um diese sogenannte Minor-Form handelt, ist sie zwar schmerzhaft aber unbedenklich. Aphthen können aber auch mehr als 2 Zentimeter groß werden. Bei der Major-Form, unter Umständen in Verbindung mit Fieber, können tiefere Geschwüre entstehen. Sie können sich wochenlang hartnäckig halten, heilen nur sehr langsam ab und häufig bleiben Narben zurück. Sollten Sie unter einem solch schweren Verlauf leiden, raten wir Ihnen einen Arzt aufzusuchen. Meist im höheren Lebensalter tritt der seltene herpetiforme Typ auf. Sehr viele kleine Stellen sind über die gesamte Mundhöhle verteilt. Gelegentlich treten Aphthen auch im Genitalbereich auf.

Gibt es etwas, was wirklich hilft?

Gelingt es Ihnen heraus zu finden unter welchen Umständen Sie zur Entstehung von Aphthen neigen, dann haben Sie einen großen Vorteil. Beispielsweise bei einem Zusammenhang mit Ernährungsgewohnheiten, können Sie die auslösenden Lebensmittel meiden. Leider ist der Grund für das Auftreten meistens unklar. Eine Vorbeugende Maßnahme oder gezielte Therapie sind daher nicht möglich. Sie bedürfen meist aber auch keiner spezielle Therapie, sondern heilen von allein wieder ab. Die Behandlung beschränkt sich darauf die Symptome zu lindern und den Verlauf zu mildern. Seien Sie vorsichtig beim Zähneputzen, um die angegriffene Schleimhaut nicht zu irritieren. Verzichten Sie auf Lebensmittel, die die Schmerzen verstärken und die Stellen zusätzlich reizen können, z. B. Zitrusfrüchte oder scharfe Gewürze und auf harte Speisen wie Zwieback oder Brötchen. Mundspülungen wirken entzündungshemmend und keimabtötend, damit sich keine Bakterien ausbreiten können. Mundgel oder –salbe kann mit betäubenden Inhaltsstoffen schmerzlindernd sein. Damit die Arzneistoffe möglichst lange auf die betroffenen Stellen einwirken können, sollten Sie nach dem Auftragen eine Weile nicht essen und nicht trinken. Wir beraten Sie gerne, welches Produkt für Sie geeignet ist. Nutzen Sie dafür gerne unsere kostenlose Hotline unter der Telefonnummer 0800 444 11 55. Bei schweren Verlaufsformen wird der Arzt Ihnen unter Umständen ein Kortikoid-haltiges Mittel verschreiben oder versuchen die Erkrankungsdauer mit antibiotischen Präparaten zu verkürzen.