Das Eincremen der Haut ist wichtig
Gesundheit

Tipps zur richtigen Pflege

Unsere Haut ist ein komplexes Gebilde. Sie ist in mehrere Schichten aufgebaut, schützt unseren Körper vor äußeren Einflüssen und erfüllt viele wichtige Funktionen. Wir können mit einer entsprechenden Pflege dafür sorgen, dass sie intakt bleibt und so ihre Aufgaben optimal ausführen kann. In zwei Teilen wollen wir insbesondere auf die sogenannte Diabetische Haut eingehen und Ihnen Tipps zur richtigen Pflege geben.

Diabetische Haut – was bedeutet das?

Eine gesunde Haut ist gut durchblutet und mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt. In der Haut befinden sich Schweiß- und Talgdrüsen, deren Sekrete den Säureschutzmantel (Hautbarriere) der Haut bilden.

Die Erkrankung Diabetes verändert den Stoffwechsel unseres Körpers und damit auch den Stoffwechsel unserer Haut. Sie wird schlechter durchblutet und nicht mehr so gut mit Feuchtigkeit versorgt, weil der Wasserhaushalt über die Nieren gestört ist. Besteht bereits eine Nervenschädigung können die Schweiß- und Talgdrüsen nur noch vermindert arbeiten, was die Schweißproduktion herab setzt, die Hautbarriere beeinträchtigt und die Hautgefäße erweitert. In der Folge kommt es zu einem übermäßigen Feuchtigkeitsverlust und damit zusätzlich zu einer Austrocknung der Haut. Die Haut juckt, schuppt und spannt. Außerdem können Krankheitserreger leichter in die Haut eindringen und zum Beispiel Pilzerkrankungen, bakterielle Infektionen oder andere Hautveränderungen hervorrufen.

Die richtige Hautpflege

Das Wichtigste bei einer diabetischen Haut ist eine gute Diabetes-Therapie. Eine optimale Einstellung des Blutzuckerspiegels kann Hautschäden verhindern oder eine Rückbildung fördern. Zusätzlich sollten Sie die richtige Hautpflege mit geeigneten Produkten auftragen und Ihre Haut wird es ihnen danken. Gute Pflegeprodukte für Diabetiker lassen die Haut atmen und versorgen sie dennoch mit ausreichend Fett und Feuchtigkeit.

Geeignet sind Cremes oder Lotionen die Urea (Harnstoff) und Lipide (z. B. Ceramide) enthalten. Ceramide, die auch natürlicherweise in unserer Haut vorkommen, erhalten unsere Hautbarriere aufrecht und binden zusätzlich, genau wie Harnstoff, die Feuchtigkeit in unserer Haut. Ein Pflegeprodukt für Diabetische Haut sollte möglichst ohne Konservierungsstoffe, Duftstoffe und Farbstoffe sein. Auf sehr fettreiche Salben sollte verzichtet werden, da sie die Poren verstopfen und so die Hautatmung behindern.

Zu einer guten Hautpflege gehören aber nicht nur geeignete Produkte. Wenn Sie folgende Maßnahmen beachten, helfen Sie Ihrer Haut Ihre Schutzfunktion erfüllen zu können und sie fühlt sich weich und geschmeidig an:

  • Duschen und waschen Sie sich nicht mit zu heißem Wasser.
  • Verzichten Sie auf Baden oder ausgedehntes duschen. Sie sollten Ihre Haut nicht einweichen, weil sonst Krankheitserreger leichter eindringen können.
  • Das richtige Maß der Reinigung ist wichtig. Bei zu seltener Reinigung können sich Krankheitserreger ausbreiten, zu viel Reinigung trocknet die Haut zusätzlich aus.
  • Verwenden Sie zur Reinigung nur milde, seifenfreie Produkte.
  • Falsche Pflege wie alkalische Seifen, heißes Wasser und ungeeignete Cremes schwächen die natürliche Hautbarriere.
  • Trocknen Sie sich gut ab, aber vermeiden Sie es zu rubbeln. Besonders an feucht-warmen Stellen wie Zehenzwischenräume und Hautfalten können sich schnell Pilze und Bakterien ausbreiten.
  • Sorgen Sie auch für eine gute Flüssigkeitsversorgung von innen. Trinken Sie ausreichend über den Tag verteilt.
  • Haben Sie für sich gute Hautpflegeprodukte gefunden, bleiben Sie dabei. Häufiges wechseln zwischen den Produkten steigert das Allergierisiko.

Haben Sie Fragen? Wir beraten Sie gerne und können Ihnen dabei helfen sich in Ihrer Haut wohl zu fühlen. Passende Hautpflegeprodukte finden Sie natürlich auf unserer Website.