Viele Blüten und in der Mitte eine Teetasse mit Inhalt
Gesundheit

Natürlich heilen aber sicher

Noch vor 20 Jahren wurden Heilkräuter und pflanzliche Arzneimittel wenig genutzt. Heute schätzen Alte und Junge, Frauen und Männer, Ärzte und Laien ihre wohltuende Wirkung. Meist setzen sie die heilenden Kräfte der Natur ergänzend zur klassischen Medizin ein. Die pflanzlichen Tees, Öle, Tinkturen, Salben oder Tropfen stärken die Selbstheilungskräfte des Körpers. Der Mensch wird schneller wieder gesund und braucht weniger Medikamente.

Die Wirksamkeit von Heilpflanzen ist wissenschaftlich belegt. Die naturheilkundlichen Verfahren wirken besonders effektiv bei leichten Erkrankungen, wenn sich eine Erkältung anbahnt oder dem nächsten Infekt vorgebeugt werden soll. Zudem profitieren aber auch Menschen mit chronischen Erkrankungen. Beispiel Phytotherapie: Die Vielfalt der Heilkräuter ist immens, jede Pflanze entfaltet ihre eigene Wirkung. Linden- oder Holunderblütentee hilft bei Erkältungsbeschwerden, Arnika bei Zahnfleisch- oder Mandelentzündungen, Fenchelsamen beruhigen die Verdauung und helfen bei Reizdarm. Die meisten Heilpflanzen sind in der Apotheke erhältlich, für viele von ihnen hat die Wissenschaft bereits nachgewiesen, dass sie wirken. 

Beispiel Migräne

Mehr als 16 Jahre lang litt Sabine H. an schwerer Migräne. "Alle zwei Wochen fiel ich tagelang aus, weil ich mit Übelkeit und heftigsten Kopfschmerzen im Bett lag." Immer wieder suchte sie andere Ärzte auf, immer wieder hoffte sie auf Hilfe. Doch die Odyssee durch die Fachpraxen der Neurologen, Orthopäden bis hin zu Heilpraktikern blieben erfolglos - nichts half der 38-Jährigen.

"Oft nahm ich so starke Schmerzmittel, dass ich weder Auto fahren noch arbeiten konnte", erzählt die Angestellt. Schlimmer noch: "Es gab Phasen, da konnte ich mich nicht einmal um meine Familie kümmern."

Vor einem halben Jahr rieten ihr gute Freunde zur Akupunktur. Die junge Frau war skeptisch, sah darin einen letzten Versuch. "Ich glaube nicht an Dinge, die ich nicht greifen kann, und Akupunktur gehörte für mich dazu." Zur Nadel-Heilkunst hat Sabine H. ihre Meinung inzwischen geändert. Schon nach der ersten Sitzung fühlte sie sich entspannt und empfand eine bis dato unbekannte innere Ruhe. Nach sechs Terminen war die Zahnarzthelferin für viele Wochen beschwerdefrei.

Inzwischen hat sie ab und zu wieder Migräne, aber nicht in dem Ausmaß wie zuvor. Dann nimmt sie pflanzliche Schmerzmittel, trinkt Tee mit Eisenkraut oder besorgt sich Bachblüten aus der Apotheke. Außerdem geht sie regelmäßig schwimmen und ernährt sich gesund. Vor allem sei die Angst vor der nächsten Attacke weg, sagt die junge Mutter. "Ich hätte mir nie vorstellen können, dass die Traditionelle Chinesische Medizin und die pflanzlichen Arzneimittel mir so gut helfen."