Kräuter auf einem Skatblatt
Gesundheit

Keine Wirkung ohne Nebenwirkung - die Grenzen der Naturmedizin

Akne, Kopfschmerz, Blasenentzündung oder Rheuma - natürliche Helfer aus der Pflanzenapotheke gibt es praktisch für jede Erkrankung. Doch wie alle wirksamen medizinischen Verfahren können auch Naturheilmittel Schaden anrichten. So müssen pflanzliche Arzneimittel ebenfalls richtig dosiert werden - sonst lindern sie nicht, sondern bringen unerwünschte Effekte mit sich. Beispiel Johanniskraut: In der empfohlenen Dosis kann der Extrakt milde bis mittelschwere Depressionen bessern. Zu hoch dosiert kann er vor allem bei intensiver Sonneneinstrahlung Entzündungen der Haut auslösen. Schwer kranke Menschen müssen zum Arzt. Naturheilmittel dürfen nicht beliebig lang genommen werden.

Wenn sich ein Infekt ankündigt, unterstützt er die körpereigene Abwehr. Die regelmäßige Einnahme von Echinacea über Wochen schwächt hingegen das Immunsystem. Ist der Organismus schwer erkrankt, verletzt oder aus anderen Gründen extrem schwach, können pflanzliche Arzneien alleine oft nichts ausrichten. Hier ist die klassische Medizin gefragt.

Der Arzt sollte grundsätzlich aufgesucht werden, wenn sich die Beschwerden nach drei bis vier Wochen nicht bessern, die Symptome zurückkehren, sobald das Mittel abgesetzt wird, Hautausschläge, Atem- und Kreislaufprobleme auftreten, Fieberschübe länger als eine Woche andauern oder sich der Gesamtzustand von Tag zu Tag verschlechtert.