Ernährung

Vitamin A

Vitamin A benötigt unser Körper für unsere Knochen, die Zähne, unsere Haut, die Augen, die Schleimhäute, die Nägel sowie für gesunde Körperzellen, die Fortpflanzung und unser Immunsystem. Aber was ist Vitamin A eigentlich genau? Wir haben die Fakten! 

Synonym: Retinol Carotinoide

Eigenschaften

  • fettlöslich
  • kann im Körper längere Zeit gespeichert werden
  • licht-, hitze- und sauerstoffempfindlich
  • Eine Vorstufe von Vitamin A ist Beta-Carotin auch Provitamin A genannt
  • Vitamin A wird mit der Nahrung aufgenommen oder kann im Körper aus Provitamin A gebildet werden

Funktionen in unserem Körper

  • Wachstum und Entwicklung (Knochen, Zähne, Nägel, Haare)
  • Schutz und Funktion der Augen, Haut und Schleimhäute
  • Wichtig für die Sinneswahrnehmung (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken)
  • Sorgt als Antioxidans für gesunde Körperzellen und beugt somit Krebserkrankungen vor
  • Stärkung des Immunsystems
  • Entwicklung bei der Fortpflanzung
  • Steuert die Bildung von Erythrozyten (rote Blutkörperchen)

Bedarf

Säuglinge: 0,5 – 0,6mg pro Tag
Kinder: je nach Alter zwischen 0,6 und 0,9mg pro Tag
Jugendliche ab dem 15. Lebensjahr und Erwachsene: je nach Alter und Geschlecht zwischen 0,8 und 1,1mg pro Tag (Männer haben einen etwas höheren Bedarf)
Schwangere ab dem 4. Monat: 1,1mg pro Tag
Stillende: 1,5mg pro Tag

Pflanzliche Lebensmittel enthalten nur die Vitamin A Vorstufe. Damit nach der Umwandlung im Körper ausreichend Vitamin A zur Verfügung steht, muss zur Bedarfsdeckung die doppelte Menge Provitamin A aufgenommen werden.

Wer hat einen erhöhten Vitamin A-Bedarf?

  • Schwangere und Stillende
  • Vegetarier
  • Raucher
  • Alkoholiker
  • Diabetiker
  • Personen mit Schilddrüsenüberfunktion
  • bei Medikamenteneinnahme: Antibiotika und Antibabypille

Welche Lebensmittel liefern Vitamin A?

tierische Lebensmittel: Fisch (Lebertran), Leber, Niere, Eigelb, Milch, Milchprodukte

pflanzliche Lebensmittel liefern Provitamin A: vor allem grünes, gelbes und rotes Gemüse und Früchte wie Grünkohl, Wirsing, Möhren, Spinat, Brokkoli, Paprika, Rote Bete, Tomaten, Feldsalat, Petersilie, Dill, Mangos, Aprikosen, Kirschen

Vitamin A reiche Lebensmittel zusammen mit etwas Fett essen sorgt, aufgrund der fettlöslichen Eigenschaften des Vitamins, für eine bessere Aufnahme und Verwertung im Körper.

Folgen einer Vitamin A-Unterversorgung

  • Sehstörungen und Nachtblindheit
  • Trockene Haut und Schleimhäuten
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Fruchtbarkeitsstörungen
  • Wachstumsstörungen
  • verschlechtertes Riechvermögen
  • Hör- und Geschmacksstörungen

Folgen einer Vitamin A-Überdosierung

  • Gelbfärbung der Haut
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Knochen- und Gelenkschmerzen
  • Schädigung des ungeborenen Kindes
  • Bluthochdruck
  • Nierenversagen
  • Leberschäden

Eine Überdosierung ist mit pflanzlichen Lebensmitteln nicht möglich, da die Umwandlung aus Provitamin A heruntergefahren wird, wenn zu viel Betacarotin aufgenommen wird.

Obwohl die Menschen in Deutschland täglich reichlich Vitamin A zu sich nehmen, sind Beeinträchtigungen durch Überdosierung selten. Erst, wenn mindestens das Dreifach der empfohlenen Menge eingenommen wird sind Folgen zu erwarten. Dennoch ist Vorsicht geboten, da eine erhöhte Zufuhr nicht einfach ausgeschieden werden kann und daher bei dauerhafter Überdosierung Schäden möglich sind.

Welche Umstände können den Vitamin A-Haushalt im Körper stören?

  • schwere Erkrankungen
  • Einnahme von Östrogenpräparaten
  • Eiweißreiche Ernährung
  • Stress
  • Entzündungen
  • Operationen
  • Umweltgifte
  • Rauchen
  • Starkes Sonnenlicht
  • gestörte Aufnahme aus dem Darm z. B. bei Mukoviszidose
  • schlechte Speicherfähigkeit z. B. bei Alkoholmissbrauch
  • Diabetes und Schilddrüsenüberfunktion führen zu einer Verschlechterung der Umwandlung von Provitamin A in Vitamin A.

Welche Medikamente haben Einfluss auf die Vitamin A-Versorgung?

Cholesterinsenker, zu hohe Dosierungen von Vitamin E Präparaten und Abführmittel können die Aufnahme von Vitamin A in den Körper behindern. Schlafmittel brauchen die Vitamin A-Vorräte auf.