Vitamin B1
Ernährung

Vitamin B1

Vitamin B1 benötigt der Körper für gute Nerven und geistige Frische, das Herz, den Kohlenhydratstoffwechsel sowie die Zellenergie.

Synonym:  Thiamin

Da es eine wichtige Bedeutung für das Nervensystem hat, wird es auch das Stimmungsvitamin genannt.

Eigenschaften

  • wasserlöslich
  • sehr hitzeempfindlich
  • kann nur kurzfristig (20-40 Tage) im Körper gespeichert werden
     

Funktionen in unserem Körper

  • entscheidende Rolle für die Funktion des Nervensystems
  • beeinflusst den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel und somit die Energiegewinnung
  • beeinflusst die Schilddrüsenfunktion
  • stärkt das Immunsystem, Gedächtnisleistung und Muskulatur
     

Bedarf

Säuglinge und Kleinkinder je nach Alter: 0,2-0,4mg pro Tag
Kinder, Jugendliche und Erwachsene je nach Alter und Geschlecht: 0,6-1,4mg pro Tag
Schwangere je nach Schwangerschaftswoche: 1,2-1,3mg pro Tag
Stillende: 1,3-1,4mg pro Tag

Wer hat einen erhöhten Vitamin-B1-Bedarf?

  • Schwangere und Stillende
  • Jugendliche
  • Diäthaltende
  • Leistungssportler
     

Welche Lebensmittel liefern Vitamin B1?

Folgende pflanzliche Lebensmittel:
Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Sojabohnen, Sonnenblumenkerne, Sesam, Nüsse, Hefe, Kartoffeln, Spargel, Erbsen

Folgende tierische Lebensmittel:
Muskelfleisch vor allem vom Schwein, Fisch, Herz, Leber

Gegarte Speisen verlieren einen großen Anteil des Vitamins, da es durch Hitze leicht zerstört wird und sich in Wasser auflöst. Es ist daher ratsam Lebensmittel möglichst schonend zu verarbeiten.

Folgen einer Vitamin-B1-Unterversorgung

  • Müdigkeit
  • Konzentrationsschwäche und Gedächtnisstörungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Nervenstörungen
  • Verdauungsstörungen und Appetitmangel
  • Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels mit gestörter Energieproduktion
  • Immunschwäche
  • Bei schwerem Vitamin B1-Mangel kommt es zu dem Krankheitsbild Beri Beri mit Depressionen, Herzmuskelschwäche, bis hin zum Herzversagen, Muskelschwund, mit starken Funktionseinschränkungen an den Beinen oder Nervenschädigungen von Gehirnzellen.
     

Folgen einer Vitamin-B1-Überdosierung

  • allergische Reaktion
  • Kopfschmerzen
  • Krämpfe
  • Hitzegefühl
  • Übelkeit
  • Herzrhythmusstörungen

Eine Überdosierung über die Aufnahme von Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln ist nicht möglich, da nur kleine Mengen vom Körper aufgenommen werden können und überschüssiges Vitamin B1 ausgeschieden wird. Nur bei einer hohen Dosis durch Injektion ist eine Überdosierung möglich.

Welche Umstände können den Vitamin-B1-Haushalt im Körper stören?

  • Rauchen
  • Fehlernährung
  • Stress
  • Leistungssport
  • Zucker
  • Magen-Darm-, Leber- oder Nierenerkrankungen
  • schwarzer Tee und Kaffee vermindern die Vitamin B1-Aufnahme in den Körper
  • hoher Alkoholkonsum fördert den Abbau von Vitamin B1 im Körper
  • Erbkrankheit mit unzureichender Verwertung von Vitamin B1
     

Welche Medikamente haben Einfluss auf die Vitamin-B1-Versorgung?

  • Antibiotika
  • Antibabypille
  • Diuretika
  • Antazida (säurebindende Medikamente zur Neutralisation der Magensäure) vermindern die Aufnahme von Vitamin B1 in den Körper