Minlab für Ghana
DocMorris

„Minilab“ für Ghana

Abraham Dzidonu ist Pharmazeut bei DocMorris. Darüber hinaus engagiert er sich seit Jahren ehrenamtlich bei den Apothekern ohne Grenzen. Und auch wenn er Urlaub macht, lässt ihn die Arbeit und sein Engagement nicht los.

Mit seinem Sohn flog er Mitte Juli eigentlich „nur“ für den gemeinsamen Urlaub nach Ghana. Im Gepäck hatte er aber auch ein „Minilab“, gesponsort von DocMorris. Damit kann man die Qualität von Medikamenten prüfen. 

Das Minilab war ein Geschenk im Rahmen des Projekts „Counterfeits Medicines with focus on fake antimalarials in Ghana“  für Apotheker ohne Grenzen. „Ziel dieses Projekts ist die Bekämpfung von gefälschten Medikamenten, vor allem Medikamente gegen die gefürchtete Malaria“, sagt Abraham Dzidonu nach seiner Rückkehr.

Zoll macht das Leben schwer

Doch schon bei der Ankunft in Accra , Ghana stellte Dzidonu das mitgeführte „Minlab“ vor Probleme. Es dauerte mehr als eine Woche und das Überwinden mehrerer bürokratischer Hürden, bis es den Zoll in Ghana passieren durfte. Dies war vor allem dem Dekan der School of Pharmacy der Universität Ghana Legon, Prof. Alexander Nyarko, zu verdanken.

Ende Juli fand dann an der Universität die Übergabe des Minilabs statt. „Es war eine kurze, aber feierliche Zeremonie. Der Dekan, Dozenten, Studenten und Mitarbeiter waren dankbar für die Spende, die nun hoffentlich einen Beitrag leisten, Arzneimittelfälschungen zu erkennen und somit die Patientensicherheit in Ghana zu erhöhen,“ sagt Abraham Dzidonu.

Was klein anfing, wird möglicherweise bald größer: Ghanas Gesundheitsministerium würde sich über eine engere Zusammenarbeit mit Apotheker ohne Grenzen freuen. 

Drei Wochen war Abraham Dzidonu mit seinem Son in Ghana unterwegs. Die Zeit verging im Flug. „Erst als ich wieder in Deutschland angekommen war, merkte ich, dass es keine reine private Urlaubreise gewesen ist.  Aber für mich war die Freude endlich unser Projekt zu starten, sehr groß und das ist die treibende Kraft, eine Reise dieser Art  jeder Zeit zu wiederholen,“ sagt ein zufriedener Abraham Dzidonu.