Viren
Gesundheit

Grippeviren: Warum es sich immer wieder verändert

Egal ob Grippe- oder andere Viren: Viren sind hochinfektiöse Partikel ohne eigenen Stoffwechsel. Zur Vermehrung sind sie auf eine Wirtszelle angewiesen. Grippeviren, auch Influenza-Viren genannt, sind tückisch, hartnäckig und gefährlich, aber wir können uns vor ihnen schützen.

Die Virustypen

Die Grippeviren dringen in die Zellen unseres Körpers ein. Im Zellkern können sie sich vermehren, neue Viren verlassen die Zelle und können sich über die Blutbahn im ganzen Körper ausbreiten.

Es gibt Influenza-Viren vom Typ A, B und C. Für uns sind die Virustypen A und B entscheidend. Typ C spielt bei Erkrankungen des Menschen nur eine untergeordnete Rolle.

Was ist mit Immunität?

Ob Masern, Mumps oder Diphterie, diese Erkrankungen werden alle durch Viren verursacht. Warum aber haben wir gegen diese Viren eine lebenslange Immunität, wenn wir einmal daran erkrankt sind, aber die Grippe kann uns jedes Jahr immer wieder heimsuchen?

Bei Virusinfektionen mit lebenslanger Immunität sind die Viren immer gleich. Hat unser Körper einmal Antikörper gebildet, können diese bei einem erneuten Kontakt mit dem Virus sofort mit der Bekämpfung beginnen.

Warum dies bei Grippeinfektionen nicht funktioniert, liegt an der Verwandlungsfähigkeit der Viren. Die vom Typ A, von denen es verschiedene Serotypen gibt, können ihre Oberflächenstruktur rasch verändern. So entstehen regelmäßig neue Virus-Varianten (Subtypen). Das menschliche Abwehrsystem muss so immer wieder neue Antikörper entwickeln. Oft kommt es daher jährlich zu schweren Grippewellen.

Die Viren vom Typ B sind meist für Grippeinfektionen bei Kindern und Jugendlichen zwischen 5 und 14 Jahren verantwortlich. Schwere Krankheitsverläufe sind hier eher selten.

Wie kann ich mich schützen?

Der wichtigste Schutz ist, den Kontakt mit den Viren zu vermeiden.

Halten Sie Abstand zu Personen, die sich infiziert haben. Waschen Sie sich häufig gründlich die Hände mit Wasser und Seife, vor allem nach direktem Kontakt z. B. Händeschütteln. Berühren Sie mit ihren Händen nicht ihr Gesicht, vor allem nicht nach Kontakt mit gegebenenfalls infizierten Gegenständen, wie z. B. Türklinken. Gegen Grippe ist eine Impfung möglich. 

Wenn die Grippe mich erwischt hat

Bettruhe ist wichtig. Wenn einen die Grippe richtig erwischt hat, hat man meist auch keine andere Wahl. Achten Sie darauf sich nicht zu früh wieder zu viel zuzumuten, sonst kommt es zu einem Rückfall oder schwerwiegenden Komplikationen wie z. B. Lungen- oder Herzmuskelentzündung. 

Zur symptomatischen Behandlung eignen sich bewährte Hausmittel und freiverkäufliche Arzneimittel z. B. gegen Fieber, Schnupfen und Schmerzen oder lassen Sie sich an unserer Hotline beraten. 

Kommt es zu Fieber über 40°C oder gehören Sie zu einer Risikogruppe (>60 Jahre, chronisch Kranke, Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Schwangere), dann suchen Sie unbedingt einen Arzt auf.