Frau streckt ihre Füße aus dem Auto
Körper und Seele

Zeigt her Eure Füße!

Ist es nicht prima, wenn wir im Sommer unsere Füße nicht mehr in geschlossene, drückende Schuhe zwängen muss. Die Füße können endlich atmen, in Flip-Flops oder Sandalen bei 30°C. Doch der ein oder andere möchte seine Füße ungern zeigen. Der Grund ist eine übermäßige Hornhautbildung. Aber verstecken muss ja auch  nicht sein.

Warum haben wir Hornhaut?

Da wo die Haut starken Belastungen ausgesetzt ist, ist die äußere Schicht unserer Haut um ein vielfaches dicker. So werden die darunterliegenden Gewebeschichten vor Belastung und äußeren Einflüssen geschützt. Diese verdickten Bereiche entstehen durch Druck und Reibung. Bei der Hornhautbildung handelt es sich also um eine normale Schutzreaktion unseres Körpers. Hornhaut tritt am häufigsten an den Fußsohlen auf, aber auch Handflächen und die Finger können betroffen sein. Manchmal kommt es zu einer stärkeren Ausprägung der Hornhautbildung. Diese werden häufig als kosmetisch-störend empfunden, können aber auch zu Problemen, wie schmerzhaften Einrissen (Schrunden), führen, die bis in die tieferen Hautschichten reichen können.

Warum verdickt sich meine Haut übermäßig?

Die Haut muss geschmeidig und widerstandsfähig sein, um sich vor äußeren Einflüssen, Druck und Reibung zu schützen. Dazu benötigt sie Feuchtigkeit. Kommt es zu einem Feuchtigkeitsverlust, z. B. im Alter oder durch Erkrankungen wie Diabetes, wird sie trocken und rissig. Ist die trockene Haut dann über einen längeren Zeitraum Druck und Reibung ausgesetzt, z. B. durch ungeeignetes bzw. unbequemes Schuhwerk oder Erkrankungen der Füße, wie Fersensporn oder Fußfehlstellungen, bilden sich im Laufe der Zeit unschöne Verdickungen bzw. Schwielen der oberen Hautschicht, die man Hornhaut (Hyperkeratosen) nennt.

Die starke Verhornung entsteht weil

  • das Zellwachstum beschleunigt ist (Proliferationshyperkeratose) oder
  • weil die Abschilferung der Korneozyten (abgestorbene, oberste Zellen der Haut) vermindert ist (Retentionshyperkeratose)

Wie werde ich die überschüssige Hornhaut wieder los?

Ist sie durch äußere Einflüsse bedingt, dann am besten diese Ursachen vermeiden. Tragen sie z. B. keine zu engen oder drückenden Schuhe. Wichtig ist auch eine konsequente tägliche Pflege, um Hornhaut schnell und wirksam zu reduzieren.

Weichen Sie die Hornhaut vor dem Entfernen ein, z. B. mit einem Fußbad oder direkt nach dem Duschen. Tragen Sie die Hornschicht mit einem Bimsstein, Hornhautfeile oder mechanischen Peelings ab. Die Füße werden widerstandsfähiger und belastbarer und somit weniger anfällig für Schwielen, Risse und Blasen.

Eine spezielle Fußpflege, mit einer hohen Konzentration hornhautreduzierender Inhaltsstoffen wie Urea, fördert eine intakte Hautbarriere sowie einen ausreichenden Feuchtigkeitsgehalt. Gönnen Sie Ihren Füßen hin und wieder eine Pediküre, zu Hause oder auch bei der Kosmetikerin oder der Podologin (professionelle Fußpflegerin).

Verwenden Sie nach Möglichkeit keine groben Hilfsmittel wie Hornhautraspel oder –hobel. Die Verletzungsgefahr ist zu groß, was vor allem bei Diabetikern zu Problemen führen kann. Auch hochkonzentrierte Salicylsäure-Produkte gehören erst einmal in die professionelle Behandlung beim Podologen.

Verstärkte Hornhaut kann auch zum ernsthaften Problem werden!

Nicht nur weil verstärkte Hornhaut für viele ein ästhetisches Problem ist, sondern auch weil sie zu einem ernsthaften Problem mit medizinischen Folgen führen kann, sollten Sie in jedem Fall etwas dagegen unternehmen.

Vermehrte Hornhautbildung geht mit einer nachlassenden Elastizität der Haut einher. Im Laufe der Zeit bilden sich Risse (Schrunden). Rissige Hornhaut sollten Sie unbedingt regelmäßig entfernen und pflegen, ansonsten können die Risse nicht heilen. Dafür gibt es spezielle Pflege mit Wirkstoffen wie Panthenol und Bisabolol. Sie binden die Feuchtigkeit in der Haut, schaffen so optimale Heilungsbedingungen, fördern die natürliche Regeneration und machen sie wieder geschmeidig.

Ist im Extremfall nicht nur die Hornhaut betroffen , sondern die Risse reichen bis in tiefere Hautschichten, können diese sehr schmerzhaft werden. Tiefe Risse oder Problem-Füße sollten sie nicht selbst behandeln.

Weitere Folgen die durch übermäßig viel Bildung von Hornhaut entstehen könne sind Hühneraugen und Entzündungen.

Wie kann ich störende Hornhautbildung vermeiden?

Damit Hornhaut gar nicht erst entsteht, vermeiden Sie:

  • zu enge oder drückende Schuhe
  • zu langes gehen oder stehen auf zu hohen Absätze bzw. sehr dünnen oder sehr harten Schuhsohlen
  • falscher Gang (evtl. brauchen Sie Einlagen)
  • trockene Füße
  • barfuß laufen
  • Verformungen an den Füßen
  • erhöhtes Gewicht

Pflegen Sie Ihre Füße regelmäßig, am besten täglich.

Die Haut ist an den Füßen um ein vielfaches dicker als an anderen Stellen des Körpers und neigt dort, da sich hier keine Talgdrüsen befinden, zu besonderer Trockenheit, vor allem mit zunehmendem Alter. Gleichen Sie den Feuchtigkeits- und Elastizitätsverlust mit einer speziellen Fußpflege aus und fördern Sie so auch eine intakte Hautbarriere. Sehr gut geeignet sind dafür Produkte mit Urea. Sie kann Feuchtigkeit binden und stabilisiert die Barrierefunktion der Haut. Sie trägt zur Regeneration der Haut bei, hält sie weich und geschmeidig, weil sie die Hautzellen aufweicht und diese so leicht entfernet werden können.

Optimal ist es auch, wenn Sie Ihre Füße ab und zu mit einem Fußbad und einem anschließenden Peeling pflegen.