Ein Inhalator
Gesundheit

Großes leisten - mit Asthma

Erin ist 29 Jahre alt. Sie hat Asthma. Doch das kann sie nicht aufhalten. Wie sie lernte mit ihrer Krankheit umzugehen und wozu trotz allem in der Lage ist, hat sie im Gespräch mit DocMorris verraten:

Welches war deine größte Herausforderung, die Du trotz Asthma gemeistert hast? 

Mein Asthma hat mir schon immer Schwierigkeiten bei sportlichen Aktivitäten bereitet. Ich wandere sehr gerne und in Georgia, wo ich geboren bin, sind die Höhen nicht so extrem und ich konnte meinen Lieblingssport gut ausleben. Als ich mich entschied nach Japan zu reisen, um den Berg Fuji zu besteigen, war ich ziemlich nervös, denn in solchen Höhen hatte ich bislang noch nicht erklommen. Trotzdem war ich entschlossen, mich dieser Herausforderung mit meinem Inhalator zu stellen. Ich musste mehrere Pausen machen, um meinen Inhalator zu benutzen und um durchzuatmen. Am Ende habe ich es bis nach ganz oben geschafft und konnte in Ruhe die Aussicht genießen. Der wunderschöne Sonnenaufgang auf dem Rand eines Vulkans in 3.776 Metern Höhe gehört zu den schönsten Momenten meines Lebens.

Seit wann hast Du Asthma und wie hat es Dein Leben beeinflusst?

Ich habe Asthma seit meinem zweiten Lebensjahr. Mit Asthma aufzuwachsen, war zugeben ziemlich hart, zumal mein Asthma sowohl allergisch als auch nichtallergisch bedingt ist. Ich war schon immer in die Natur verliebt, musste jedoch ständig Pausen zum Inhalieren machen, da ich auf fast jedes Gras, jeden Baum und so gut wie jede Pollenart allergisch bin. Ich hatte auch viele Zweifel, was ich meinem Körper zumuten kann und zu was mein Körper überhaupt fähig ist. Ich war ständig besorgt, mich zu übernehmen und einen asthmatischen Anfall zu bekommen. Glücklicherweise wurde mein Asthma während meiner Zeit an der High School besser.

Erinnerst Du Dich an Deinen ersten Asthma-Anfall? Wie bist Du damit umgegangen? 

Meinen ersten asthmatischen Anfall hatte ich, als ich sehr klein war. Damals konnte ich leider nichts dagegen tun. Dank eines Zerstäubers konnten wir die Anfälle in der Nacht vermindern, aber dennoch musste ich ein paar Mal wegen asthmatischer Anfälle ins Krankenhaus. Als Jugendliche konnte ich dann meine Anzeichen viel besser erkennen und meinen Inhalator nehmen, sobald ich anfing zu keuchen. Seitdem hatte ich keinen asthmatischen Anfall mehr.

Wie würdest du die Beziehung zwischen Dir und Deinem Inhalator beschreiben?

Ich würde sagen, wir stehen uns sehr nahe. Mein Inhalator hat überall ein Zuhause und begleitete mich schon in der Schultasche und heute im Wanderrucksack. Er liegt stets in der Fitnesskabine, auf der Basketballbank und unterstützt mich beim Softball. Bei meinen Läufen über 5 km und 10 km und Lauftriathlon war er natürlich stets an meiner Seite. Er hat mich in 18 Ländern und 5 Kontinenten begleitet. Er war mit beim Camping, bei Familienfeiern, bei Dates, bei Home-Partys und hat mich sogar beim Skydiving begleitet.

Welche Tipps kannst Du Asthmatikern geben, die trotz ihrer Krankheit gerne Großes erreichen möchten?

Lass Dich auf keinen Fall wegen Deinem Asthma von irgendetwas abhalten. Deine Lungen sind stärker als sie aussehen. Aber habe immer einen Inhalator dabei.

Was ist dein nächster Vorsatz?

Da ich jetzt in Deutschland lebe würde ich gerne einen noch höheren Berg in Europa bezwingen. Der Barrhorn in der Schweiz (3.160m) oder der Teide in Teneriffa (3.718m) sind meine nächsten Ziele.

 

Sie sind auch Asthmatiker und haben Großes geleistet? Dann schreiben Sie uns Ihre Geschichte an socialmedia@docmorris.de!